Heute fuhren wir mit dem PE von Montreux ab um 14.34 Richtung Interlaken. Scheinbar war fast der ganze Zug reserviert und Angestellte der MOB klärten die Reisenden auf, in welchen Wagen noch wenige freie Plätze waren. Dennoch waren bei der Abfahrt viele Plätze frei und viele mussten in Montreux zurück bleiben.
Die mutigen riskierten die Fahrt und dabei machte ich eine interessante Feststellung.

Richtig, in unserem Wagen waren sehr viele Reservationen von Schönried nach Saanenmöser anzutreffen - notabene eine Strecke, die gerade 4 Minuten dauert. Wir wagten die Fahrt und setzten uns auf einen der reservierten Plätze, denn wir wollten ja nur bis Montbovon, um von dort die Reise Richtung Bulle fortzusetzen.
Kurz nach der Abfahrt kam die Billettkontrolle. Wir hatten eine Tageskarte und der Kontrolleur merkte, dass wir keine Reservation hatten und fragte uns, wohin wir mit der Tageskarte reisen. Mit der Antwort Montbovon war es ok - wir konnten sitzen bleiben. Ein anderes Ehepaar gab Spiez zur Antwort und wieder andere Interlaken… es gab eine kleinere Auseinandersetzung : Dann stehen wir halt die 4 Minuten zwischen Schönried und Saanenmöser.
Wir erlebten wegen unserem vorzeitigen Ausscheiden nicht, wie dieses Drama um die Sitzplätze nach Saanenmöser endete. Eine Probe-Reservation mit Daten in der Zukunft war bei diesem Zug in der SBB App generell nicht möglich.
**Ich würde gerne wissen, was der Sinn so vieler Reservationen über eine derartige Kurzstrecke von bloss 4 Min ist. Sind Reservationen über Kurzstrecken günstiger ? ** und wenn ich einmal hocke, kann mich keiner mehr vom Platz vertreiben, auch wenn mein Ziel nicht Saanenmöser, sondern Interlaken ist. Jedenfalls leitete ich aus der Reaktion des Kontrolleurs dieses Szenario ab. Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht und kennt auch den Ausgang solcher oder ähnlicher Situationen?