Ex-Bähnler Ich kann das Argument von @RolandP schon nachvollziehen, dass man möglichst nicht in einem Tunnel evakuieren sollte und damit die 57km Tunnelstrecke somit grösser ist als die 14km Scheiteltunnel+ Kehrtunnel+ Brücken. Meine Überlegung war halt: Moderner Tunnel+ Sicherheitsstollen+ grösseres Sicherheitsgefühl schon wegen der Orientierung.
Das Problem wegen dem “aufstauen” hinter einem 80km/h Zug kann ich über einen längeren Zeitraum von 3-4 Stunden so nachvollziehen: aus 16 Min würden dann halt 40 Min (Faktor 2.5 bei 80 statt 200) oder im Takt wären es dann halt statt eine Stundenverspätung nur eine halbe Stunde (40-16=24)
Noch ein Detail: der IR 26, der 18 Min vor dem IC 21 in Bellinzona wegfuhr, kam in Arth Goldau ebenfalls kurz nach unserer Ankunft in Arth Goldau an (vor Abfahrt IR VAE um 20.16) , d.h. wir mussten ihn überholt haben - habe nicht beachtet wo, vermute aber Erstfeld.
Zu deiner Frage wo ich in Lugano eingestiegen bin folgende Antwort: Wir waren zeitig auf dem Bahnhof, d.h. der verspätete EC stand noch dort (den nehme ich aber nie wegen den vielen reservierten Plätzen), in Lugano so zwischen Rampe und Stiege, wo es derzeit eng ist - in unmittelbarer Nähe 1. Klasse. Vor mir WC/Pissoir . In Lugano war der Zug voll, aber alle hatten Sitzplatz. Die Überbelegung (es war sicher über die 140%) entstand erst in Bellinzona. Einige diskutierten über Klassenwechsel - Antwort eines Reisenden: Hab nachgeschaut, ist auch voll, dann nehme ich den Stehplatz hier.
Aber nochmals: die Stimmung im Zug war absolut friedlich, die Situation des Mädchens mag ein Einzelfall gewesen sein, ich bin dann bereits bei der Durchfahrt Schwyz aufgestanden und dem Mädchen den Platz frei gegeben und gespürt, dass es halt schon eine lange “Stehzeit vor Ort” ist - auch wenn ich dies als Rentner sage…