Ein Grund dafür könte sein, dass die SBB (gilt analog für alle Transportunternehmen mit mehreren Klassen) den Fahrgästen mit 1.-Klasse-Billeten Entschädigungen bezahlen muss, falls sie keinen Sitzplatz haben.
Der Platzmangel ist halt aufgrund der gestiegenen Nachfrage auf den stark ausgelasteten Strecken zu bestimmten Zeiten schlicht und einfach unmöglich zu verhindern. Längere Züge sind auch nicht überall möglich – zum Teil fehlt dazu schlicht das Rollmaterial, in vielen Fällen sind aber einfach die Perrons zu kurz für längere Züge. Grundsätzlich kauft man mit dem (2.-Klasse) Billet auch nur die Reise und keine Sitzplatzgarantie. Um den grossen Massen auszuweichen kann man zum Beispiel im Onlinefahrplan auch die Belegungsvorhersage in den Zügen prüfen und gegebenenfalls eine Alternative wählen. Zu den Stosszeiten gibt es auf einigen stark nachgefragten Pendlerrelationen Zusatzzüge, welche oft leerer sind. Ausserhalb der Stosszeiten sind die Züge generell leerer und zum Schulferienbeginn oder -ende kann es insbesondere auf der Nord-Süd-Achse durch den Gotthard auch in den Zügen eng werden.
Die erste Klasse bietet einen höheren Reisekomfort zu einem höheren Preis. Wer diesen höheren Komfort möchte, hat dafür auch den entsprechend höheren Preis zu bezahlen.