Hallo selma321
Ja, ich musste schon 2021 und nun 2026 wieder ähnliche Erfahrungen machen:
Weil das CICO auf der BLS App nicht funktionierte, habe ich am 27.11.2021 wenige Minuten nach Zugabfahrt ein BLS-Retourbillet gelöst, das die SBB-Kontrolleurin zunächst akzeptiert hatte. Nach wenigen Minuten war Sie jedoch zurückgekommen und hatte mir für Mitreisende gut hörbar Betrugsabsicht unterstellt und mir eine Busse ausgestellt, deren Annahme ich verweigert hatte.
Da die Busse an eine nicht mehr gültige Adresse versandt wurde, habe ich davon nichts mehr erfahren.
Bis ich nun am 11.03. 2026, d.h. über 5 Jahre später bei einer Kontrolle keine Bestätigung meines am Vortag gekauften Spartagesbillets vorweisen konnte - weil trotz Anzeige eines QR-Codes offensichtlich kein Kauf zustandegekommen war, da ich auch weder in meinem Postfach noch dem Bankkonto eine Abbuchung nachweisen konnte.
Dieser Vorgang aktivierte wohl die seit 2021 offene Forderung, die die SBB nun betreiben will, sofern ich nicht deren unfairen Rechtsvorschlag in Höhe von 232.76 CHF akzeptiere. Obwohl das seinerzeit gelöste BLS-Retourbillet laut Aufdruck ab 27.11.2021 00:00 Uhr gültig war und ich mit dessen Kauf genau das gemacht hatte, wozu ich als Kunde verpflichtet bin: Mir auf einem erreichbaren anderen Kanal ein gültiges Billet zu kaufen.
Leider zucken sowohl Ombudsstelle wie auch die “Durchsetzungsstelle für Passagierrechte” bei derart offensichtlich von ÖV-Unternehmen verursachten technischen Problemen beim Billetkauf bisher ihre Schultern und machen uns Kund*en zu Melkkühen für die ÖV-Unternehmen, die wir als Steuerzahlende ohnehin jährlich mit Mia. CHF-Beträgen alimentieren.
Wenn innert 5 Jahren schon 1 von 7 Mio. SwissPass-Kund*en wg “Schwarzfahren” gebüsst wurden und davon jede/r Zweite bereits mindestens dreimal, dann verstehe ich nicht, warum das Bundesamt und die kantonalen Ämter für Verkehr als Besteller von Verkehrsleistungen nicht endlich für fairere Bussenpraxis sorgen - im Rahmen von Subventionsverträgen ist dies problemlos möglich.
Angesichts der seit Jahren skandalösen Situation überlege ich, ob ich meine Beitreibung zum Prozess eskalieren soll - Darf ich hierfür Ihren Bericht verwenden?
Denn für mich ist klar: Nur wenn ich vor Gericht nachweisen kann, dass Alliance SwissPass-Mitglieder App-Nutzende gegenüber Automaten-Nutzenden systematisch ungleich behandeln, gibt es Chancen, diese unfaire Praxis per Gerichtsentscheid zu kippen…
Da ich spätestens am 26.06.2026 auf den unfairen SBB-Rechtsvorschlag eintreten kann, bitte ich alle, die diese unfaire Praxis ebenfalls schon erlebt haben, um entsprechende Berichte mit Datum und ggf. Belegen an mich samt Einverständnis, dass ich diese ggf. für meinen Rechtsstreit verwenden darf.
Für diese Mühen danke ich allen, die mich unterstützen im Voraus.