Ich reise seit 20 Jahren regelmässig von Zürich ins Tessin und zurück, 1-2 Mal pro Monat und meist am Wochenende. Ich bin berufstätig und kann mich den Stosszeiten nicht entziehen.
Leider muss ich festhalten, dass das Reiseerlebnis auf diese Route ein konstantes Ärgernis ist.
Trotz Basistunnel, modernem Rollmaterial und Digitalisierung schafft es die SBB nicht, zu Stosszeiten ausreichend Kapazität bereitzustellen.
Auch wenn man reserviert, gelangt man zum Teil gar nicht zu seinem Platz! Wenn man es geschafft hat, muss man selber andere Leute von seinem reservierten Platz vertreiben, und wenn man endlich sitzt, stehen diese Leute neben einem im Gang.
Auf einer solchen Reise sieht man zwei Stunden lang keine Spur von SBB-Mitarbeitenden, und wenn doch, sind sie völlig überfordert.
Alleine dieses Jahr habe ich schon mehrfach solche Situationen erlebt.
Die SBB verfügt über eine erstklassige Infrastruktur und hätte alle Möglichkeiten, ein konsistent positives Erlebnis sicherzustellen. Dass sie dies seit Jahrzehnten nicht hinkriegt, deutet für mich darauf hin, dass diese Firma ein kulturelles Problem hat.
Man sollte sich ein Beispiel an Frankreich oder Japan nehmen - und das hat nichts mit der Geschwindigkeit der Züge zu tun.
Wann passiert endlich mal was?